Google gibt dir Links und Chatti spuckt nur meinungsloses aus. Aber ich geb dir das, was bleibt: eine echte Antwort. Direkt, ungefiltert und manchmal unnütz – aber immer von Herzen.
Es gibt keine dummen Fragen, höchstens dumme Antworten.
Es gibt keine dummen Fragen, höchstens dumme Antworten.
Andere hatten auch schon Fragen.
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Sonnenaufgang- oder untergang?
Hm… beide Szenarien sind an und für sich ja schon total schön. Ein roter Sonnenuntergang am Horizont, getragen vom offenen Meer oder einer leuchtenden Skyline, wer kennt’s nicht?
Letztes Jahr bin ich mit einem Freund in Kanazawa einen kleinen Berghügel am Rande der Stadt hinauf gewandert. Es war schon Nachmittag, wir besorgten uns Bier bei einem kleinen Supermarkt an der Ecke und wollten vor Sonnenuntergang oben sein. Ein paar Gassen und Treppen hoch, an wenigen alten Gräbern vorbei, es dämmerte fast schon, die Luft war aber noch relativ warm. Oben angekommen, sitzend auf der obersten Stufe einer Treppe, die zu zwei kleinen Häusern links und rechts führte, stießen wir mit Blick auf die Stadt und japanischem Dosenbier auf die Reise an. Das war bisher der letzte Sonnenuntergang, den ich ganz bewusst erlebt habe.
Aber wie oben schon erwähnt: Sonnenuntergänge sind oft an bestimmte Orte gebunden und brauchen die richtige Kulisse und den richtigen Moment.
Der Sonnenaufgang ist da weniger anspruchsvoll und er funktioniert überall. Ob hinterm Haus, auf einem Parkplatz, zwischen Bäumen oder einfach an Orten, die man tagsüber nicht einmal bemerken würde. Er verlangt keine spektakuläre Aussicht und auch kein Getränk (auch, wenn Kaffee dazu ideal wäre). Aber nichts muss abgeschlossen werden, kein Ereignis, keine Anstrengung.
Der Sonnenaufgang ist angenehm gleichgültig und ruhig. Und ich glaube, genau darin liegt seine feine Überlegenheit.
Der Sonnenaufgang wertet Orte auf und der Sonnenuntergang wird von ihnen getragen.
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Afri oder Coca?
Ich will die kleine Mini-Dose Coca Cola. Die mit 150 ml. Kalt und direkt aus dem Kühlschrank. Diese kleine, perfekte Menge, dass man beim letzten Schluck denkt: Einen winzigen Schluck hätte ich noch trinken können, aber ist auch voll okay so. Und davor dieses kurze Zischen beim Öffnen, sooo satisfying.
Seien wir ehrlich, 330ml Dosen und Flaschen sind doch eigentlich schon einen Tick zu viel. Das ist so ein komisches Zwischenmaß – genug, um sich zu übernehmen, aber nicht genug, um’s nicht auszutrinken und für später aufzubewahren – also trinkt man den letzten Rest (der ja zu viel ist) auch noch aus. Und so vermiest man sich den süßen, spritzigen Cola-geschmack. Und die Zähne haben sich auch schon längst pelzig und dumpf angefühlt. Dann lieber gleich ’ne große Zwei-Liter-Flasche, die man sich vernünftig in den Kühlschrank stellen kann und von der man länger was hat.
Aber diese kleine Dose, die ist perfekt. Immer, wenn ich sie irgendwo entdecke, freue ich mich ehrlich. Und da ist es mir fast egal, von welcher Marke. Gäb’s sie von Afri oder Fritz, würd ich die wohl auch trinken. Ich wage zu behaupten, dass ich eine Mini-Dose Fanta oder Sprite einer normalen Dose Cola sogar vorziehen würde.
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Hättest du lieber einen Schnupfen von Liam Neeson oder eine Bronchitis von Whitney Houston?
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Warum weiß unser Gehirn, dass wir etwas vergessen haben – kann uns aber nicht sagen, was wir vergessen haben?
Okay, also: Dir fällt ein Name von jemandem nicht ein, obwohl du genau weißt, dass du ihn kennst.
Du stehst in der Küche und weißt, dass du etwas holen wolltest – nur was: Keine Ahnung.
Du schreibst eine Einkaufsliste, gehst einkaufen – und im Laden merkste: Da fehlt noch was!
Du hörst nen Song und weißt genau, dass du den Künstler kennst – aber der Name ist wie weggeblasen.
Das liegt am Gedächtnisabruf: Die Info ist zwar da, aber der Schlüssel fehlt – und genau da zeigt sich, dass unser Gehirn zwar genial, aber manchmal eben auch einfach ne Bitch ist.
Für eine wissenschaftliche, sachliche Begründung frag doch bitte ChatGPT – der erklärt’s dir ganz brav.
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Wie bekommt eine Straße ihren Namen?
Gute Frage – ich hab mal recherchiert: Straßennamen vergibt die Stadt oder Gemeinde. Oft erinnern sie an berühmte Leute oder wichtige Ereignisse – kleine Erinnerungszettel im Stadtplan.
Spannend fand ich zuletzt die Umbenennung der Mohrenstraße in Berlin Mitte. Seit August 2025 heißt sie nun Anton-Wilhelm-Amo-Straße – nach dem ersten bekannten afrodeutschen Philosophen, in Ghana geboren und als Kind nach Deutschland verschleppt. Der alte Name war rassistisch und fast wäre die Namensänderung an Klagen und Protesten gescheitert. Ich hätte kotzen können. Die Widerstände waren dermaßen erbärmlich und ein offenes Festhalten an Rassismus.
Am Ende geht’s um Vielfalt, Respekt und die Sichtbarkeit von Menschen, die in diesem Land leben und trotzdem systematisch aus Geschichte und Alltag gedrängt werden. Für rassistische Scheiße darf in unseren Städten kein Platz mehr sein – sie muss restlos verschwinden, mitsamt all jenen, die meinen, man könne sie mit Protesten und Klagen noch verteidigen.
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Lieber einen Spatz in der Hand oder eine Taube auf dem Dach?
Ganz ehrlich: Diese Redewendung ist schon in sich eine Zumutung. Wer zum Geier will eine Taube auf dem Dach? Den Spruch mit den Tauben und Ratten erspar ich uns – aber Ratten haben wenigstens den Anstand, sich nicht auf dein Fensterbrett zu setzen und dort ne Familie zu gründen.
Ich hatte mal das Vergnügen, eine Taubenfamilie auf meinem Balkon zu beherbergen. Das war eine Erfahrung irgendwo zwischen Tierdoku und Horrorfilm. Okay, als eines der Taubenbabys starb, habe ich vielleicht das eine oder andre Tränchen verdrückt. Aber weinen macht die Taube nicht weniger abstoßend. Und komm mir jetzt nicht mit Menschen-gemachtes-Problem und "Sie sind doch auch nur Tiere!" – Jaha, ich waheiß. Aber können sie nicht bemitleidenswert und eklig sein?
Ein eng befreundetes Paar hat mir sogar einmal das fünf-silbige Gurren vorgeführt, das immer mit einem einsamen „Gurr“ endet. Da hab ich mich ernsthaft gefragt, ob unsere Freundschaft wirklich Bestand haben kann. Und ich kenne da einen Typen, der Tauben ernsthaft süß findet, so richtig mit Spitznamen geben und so. Aber was wunder ich mich eigentlich: Wer solche Bekanntschaften pflegt, braucht sich nicht über Tauben beschweren. 🐦
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Haben alle einen Gürtelrose-Virus in sich?
Dr. Wing erklärt: Gürtelrose wird durch das gleiche Virus ausgelöst, das auch Windpocken verursacht – das Varizella-Zoster-Virus.
Nach einer Windpocken-Infektion bleibt es unsichtbar im Körper zurück – „schlafend“ in den Nervenzellen. Manchmal wacht es Jahre später wieder auf: als Gürtelrose.
👉 Good to know: Früher nannte man Gürtelrose auch „Shingles“ (engl.) – das kommt vom lateinischen cingulum = „Gürtel“. Weil sich die Hautausschläge oft wie ein Gürtel um den Körper legen.
👉 Die gute Nachricht: Nicht jeder, der mal Windpocken hatte, bekommt Gürtelrose – und wenn doch, heilt sie meist vollständig aus.
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Wenn ich „Du bist aber groß geworden“ sage – bin ich dann offiziell alt?
Liebe “Josinger” – so geht es los. Du bist nicht nur alt, du bist steinalt. Ich spür dein In-meine-Wange-kneifen und durch-die-Haare-wuscheln bis hierhin. Es fehlt nur noch, dass du mir gleich eine Anekdote aus deiner Kindheit erzählst, dann ist alles zu spät.
Aber was soll’s: Stell dir einfach vor, du wärst so ein Rioja Gran Reserva, mindestens 60 Monate gereift, davon mindestens 18 Monate im Eichenfass, dann ist alt werden gar nicht so übel.
Und spätestens in 50 Jahren freuen wir uns darüber, dass du so alt bist: Dann kannst du mir nämlich einen Platz im Seniorenheim warm halten. Ich freu mich jetzt schon aufs Bingo spielen mit dir!
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Was wünscht du dir zum Geburtstag?
8 Dackel. Oder dein Oliven-Rezept.
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Was sagst du zu unserm neuen Stürmer, den wir heute verpflichtet haben?
fragt “Dein FCSP Fanclub”. Wow. Mutig. Ich hab ja soviel Ahnung von Fussi wie manche Männer von Tampons und Binden. Und ich gebe zu, ich habe in der Vergangenheit auch schon einige Fragen gestellt, für die ich mich gerne danach in Luft aufgelöst hätte – aber in meinem Kopf setzt bei Fußball einfach alles aus, als wenn mein Gehirn sich dagegen wehrt noch logisch zu denken, weil macht ja eh keinen Sinn. “Ah… Choreo, was führt die Mannschaft denn für nen Tanz auf?” war nur einer meiner Gurkenfragen-Höhepunkte.
Dabei war ich sogar schon vier mal im Stadion! Das erste mal in Dortmund, weil ich eine Wette verloren hatte. Und die letzten Male im St. Pauli Stadion, und ich fand es gar nicht so furchtbar. Mehr fasziniert von den Gesängen (Das geht durchgehend! Nicht nur, wenn ein Tor fällt oder so. Nein. Die ganze verfickte Spielzeit von fucking 90 Minuten!), vom Gin-Tonic (Ja! Den gibt’s da!) und von der – Achtung – Choreo. Die Pyro, das rote Feuer, der ganze Rauch, so geil.
An wen muss ich mich wenden, wenn ich so ne Pyrofackel haben will? Ich brauche Antworten.
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Was gibt's heute zu essen?
Keine Ahnung – ich bin gleich zum Essen verabredet. Was ist mit den Wrap-Sachen von gestern? Ist diese scharfe Sauce eigentlich noch da? Diese grüne, die so schmeckt wie ein Mix aus Tomaten, Koriander und Chili. Hmmm, die ist so gut! Haben wir die vom Asiamarkt oder vom Edi? Schade, dass wir die bei den Wraps vergessen haben. Die sollten wir unbedingt nachkaufen. Die war auch gar nicht so teuer. Ah, und wenn du dann einkaufen gehst: Könntest du noch den Marzipan-Mohn-Joghurt mitbringen?
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Welche Pantone-Farbe entspricht dem Hexcode #3169da?
Pantone 2727 C für gestrichenes Papier oder Pantone 285 U für ungestrichenes Papier, wobei die U-Farbe echt nicht so farbintensiv und strahlend ist – Saugkraft und so. Aber offenporiges Papier ist ja auch sooo viel schöner. Welcher Hans will denn heute noch glattes, glänzendes Papier haben? Kapier ich nicht sowas.

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Huhu, weißt du auf die Schnelle, ob wir Samstag oder Sonntag ankommen?
Mein lieber Micha, wir landen am Samstag, den 1. November, um 12:55 Uhr in Hamburg. Bitte trag das in deinen reudigen Kalender ein, ich garantiere für nichts.

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Wing, was soll ich heute Abend kochen? Nur 10min.
YumYum Creamy Shrimp Flavour, Toast mit Spiegelei (und Maggi!) oder Kellogs Smacks. Und wenn du richtig auf die Kacke hauen willst in den ZEHN Minuten, schmeiß bei den YumYums noch nen Ei und Frühlingszwiebeln dazu.
Dennis würde sagen: Leckerschmakinofatzi!

Falls es wen interessiert
Ich hatte schon immer Freude daran, meinen Leuten Tipps und Antworten zu geben – und ja, vielleicht auch mal ungefragt. Aber im Alltag tauchen Fragen überall auf: beim Mittag kochen, im Büro oder auch nachts um drei, wenn einer nicht schlafen kann. Und ich finde es schade, wenn sie einfach verpuffen. Also sammele ich sie. Manche sind leicht, wie „Wing, was koche ich heute?“ Andere sind groß, wie „Wing, soll ich den Job wirklich annehmen?“ Manche sind witzig, weil sie aus dem Nichts kommen. Und manche sind völlig unnütz – aber trotzdem unterhaltsam.
Ich steh nicht auf theoretische Spielereien. Mich interessieren Fragen, die mit dem echten Leben zu tun haben – und das ganze nutzlose Wissen, das es am Rande so mitliefert. Am Ende ist es nur meine Antwort.
Eigentlich gedacht für mich. Und für meine Freunde. Und Freunde von Freunden. Aber wenn du zufällig hier bist – fühl dich nicht ausgeschlossen.